Im Norden Italiens liegt die kleine Stadt Castiglione Olona. Dort arbeitet seit dem Jahr, das sie im Namen trägt, die Firma Mazzucchelli 1849. Sie begann mit Kämmen und Knöpfen aus Horn und Schildpatt; heute stellt sie Acetat für Brillen her. Jede Berenford-Fassung nimmt dort ihren Anfang.
Kurz gesagt
- Acetat wird zu Platten geformt und aus ihnen geschnitten; gespritzter Kunststoff erhält seine Form in Sekunden aus einer Spritzgussform.
- Mazzucchelli 1849, gegründet 1849 in Castiglione Olona, Italien, stellt das Acetat jeder Berenford-Fassung her.
- Die Farbe durchzieht das Acetat wie die Maserung von Holz, und ein Optiker kann die Fassung nachpolieren und anpassen.
- Drei Tests für echtes Acetat: Es fühlt sich dichter an, als es aussieht, zeigt an den Bügeln die Schnittmaserung und erwärmt sich bei Berührung, statt kalt und glänzend zu bleiben.
Ein Grossteil der Brillen weltweit entsteht im Spritzgussverfahren: schnell, identisch, für hohe Stückzahlen gemacht. Acetat ist etwas völlig anderes. Es wird gepresst und zu Platten verarbeitet, und keine Platte gleicht ganz der anderen, auch wenn sich das Muster wiederholt. Beschleunigen lässt sich das nicht.
Was unterscheidet Acetat von gespritztem Kunststoff?
Eine Acetatfassung wird aus der Platte geschnitten und ist durch und durch gefärbt; eine gespritzte Fassung erhält ihre Form aus einer Spritzgussform, und ihr Muster, falls sie eines hat, liegt meist auf der Oberfläche. Das Spritzgiessen ist effizient und gleichmässig. Der Unterschied, den Acetat macht, zeigt sich in der Hand, und mit der Zeit.
Eine Acetatfassung wird geschnitten, geformt und poliert. Die Farbschichten durchziehen das Material wie die Maserung von Holz. Im Laufe des Tages nimmt die Fassung die Körperwärme an und legt sich an das Gesicht wie ein vielgelesener Bucheinband. Sie lässt sich nachpolieren. Ein Optiker kann sie mit sanfter Wärme an das Gesicht anpassen. Sie überdauert Modezyklen, und genau darum geht es.
Die Farbe spricht langsam
Ein Schildpatt von Mazzucchelli, das Havanna der Wall Street Boho Turtle und der Gatsby Vintage Turtle, ist kein flaches Einzelpigment. Es baut sich durch die ganze Materialstärke auf und gewinnt so eine Tiefe, die eine bedruckte Oberfläche nicht nachahmen kann. Halten Sie eine Berenford-Fassung in Schildpatt gegen die Sonne, und Sie sehen es: Das Licht fällt durch Bernstein und Schatten, und das Muster wandert mit der Fassung.
Warum Berenford sich dafür entschieden hat
Weil in dieser Kategorie das Material darüber entscheidet, wie sich eine Fassung trägt. Der Mann mit hundert Hosen und drei Sonnenbrillen kennt den Unterschied. Die Fassung ist nicht das laute Element des Looks. Sie ist das leise, das ein Bad im Meer, einen Flug und ein langes Mittagessen übersteht und unverändert beim Abendessen ankommt.
Eine Berenford soll Sie über Jahre begleiten, nicht über Saisons. Mazzucchelli-Acetat macht das möglich.
Woran erkennt man echtes Acetat?
Drei schnelle Tests. Nehmen Sie die Fassung in die Hand: Echtes Acetat fühlt sich dichter an, als seine Grösse vermuten lässt. Betrachten Sie die Bügel: Echtes Acetat zeigt im Querschnitt die Schnittmaserung, nie eine Formnaht. Fahren Sie mit dem Daumennagel über den oberen Rand der Front: Die Oberfläche wird rasch warm, statt kalt und glänzend zu bleiben.
Wenn Sie es selbst sehen möchten: Die Wall Street Boho Turtle und die Gatsby Vintage Turtle zeigen am deutlichsten, wie mehr als 175 Jahre Handwerk von Mazzucchelli in der Praxis aussehen.
Die Redaktion, Berenford